Warum Grenzen setzen so wichtig ist

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Was sind Grenzen ?

Kennst Du Deine persönliche Distanzzone? Dieser unsichtbare Raum von ca. einem Meter um Dich herum ist der Raum, der Deine Persönlichkeit umgibt. Tritt jemand in diesen Raum ein, den Du nicht kennst oder den Du nicht magst, wird Dir unbehaglich. Du fühlst Dich nicht wohl in seiner Nähe. Menschen, die Dir nahe stehen, dürfen sich hingegen in diesem Raum bewegen. 


Die persönliche Distanzzone ist folglich eine Grenze, die Du um Dich herum ziehst. Darüber hinaus gibt es viele weitere Räume und No-Go Areas, die für Dich oder Andere festlegst. Bewusst oder unbewusst.

 

Grenzen und Grundbedürfnisse

 

Um die Räume, die Du Dir selber erschaffen hast, zu verstehen, ist es wichtig zu verstehen, wo sie ihren Ursprung haben. 

Wir alle haben vier Grundbedürfnisse, die, wenn sie gleichmäßig befriedigt werden, uns zu einem in sich ruhendem Menschen werden lassen.

 

Diese Bedürfnisse (nach dem Psychologen Klaus Grawe) sind

 

  • das Bedürfnis nach Bindung
  • das nach Autonomie und Kontrolle
  • das nach Lustbefriedigung oder Unlustvermeidung und
  • das nach Anerkennung

Ängste und Grenzen entstehen aus nicht erfüllten Grundbedürfnissen

Wird zum Beispiel das Bedürfnis nach Bindung nicht ausreichend gestillt, kann das dazu führen, dass wir als Erwachsene eine Bindungsangst zeigen, und Menschen nur schwer oder gar nicht an uns heranlassen können. Weil das Vertrauen in Bindungen nicht ausgebildet wurde. Jemand mit Bindungsangst wird demnach seine Grenze für Nähe sehr viel weiter setzen als jemand, der mit seinem Bedürfnis im Reinen ist und Menschen viel näher an sich heran lassen kann (und möchte).Ich mochte früher (und auch heute noch) überhaupt nicht, wenn ich schon während des Aufwachens im Bett angesprochen wurde. Das war eine Grenze, die ich kannte, und auch kommunizierte, und die, bewusst oder unbewusst, von meinem Partner immer wieder überschritten wurde. 

Was hinter meinem Wunsch und der Grenze stand, war eine Prägung meiner Kindheit, das es morgens immer stressig und tendenziell anstrengend wird. Diese Erfahrung hat bei mir dazu geführt, dass ich schon beim Aufwachen emotional nicht in mir ruhte, sondern permanent darauf lauerte, dass gleich das Chaos und die schlechte Laune ausbrechen würde.

Und was passierte? Klar, das Chaos brach regelmäßig aus und ich fühlte mich bestätigt. 

Da ich inzwischen die Verbindung und den Glaubenssatz, der sich aus meiner kindlichen Prägung entwickelt hat, verstanden habe, kann ich meine Tage viel entspannter starten. Weil aber Prägungen lange nachwirken, erbitte ich mir nochimmer meine Grenze. Diese wird inzwischen aber, weil ich sie klar formuliere, respektiert und so habe ich die Zeit, die brauche, um meine Mitte zu finden.

me first ?!

Eine andere Sache, die ich über mich und für mich lernen durfte, ist es, meine eigenen Grenzen auch mir gegenüber zu akzeptieren. Einfach ausgedrückt bedeutet das: Wenn sich etwas nicht richtig anfühlt, dann tue ich es nicht.
Egal wer etwas von mir erwartet oder ob das gerade passend oder unpassend ist.
Mich selbst zum wichtigsten Menschen in meinem Leben zu machen, klingt auf den ersten Blick immer sehr egoistisch, selbstsüchtig. 
Im Grunde aber betrüge ich mich und meine Gefühle aber im Umkehrschluss immer dann, wenn ich mich nicht an diese Position setze. Wenn Du das konsequent fortdenkst, führt das dazu, dass ich die Anderen und deren Bedürfnisse wichtiger nehme als meine. Und mir selbst immer das Signal sende, “Du bist nicht wichtig”.
 
Spüre ich hingegen in mich und folge dem Weg, der mich bestärkt, kann ich mit der Liebe, die ich mir schenke, nicht nur mich stärken sondern auch mein Umfeld. Als selbstbewusste und zufriedene Mama werde ich meinen Kindern automatisch diese Schwingungen mitgeben, die ich ausstrahle.
Als Mensch, der mit sich im Reinen ist, kann ich meine hohe Energie auf andere übertragen und sie mitreißen. Einach ausgedrückt: Geht es mir gut, geht es auch meinem Umfeld gut.
 
Wie denkst Du über Deine Grenzen? Kennst Du sie? Überschreitest Du sie oder lässt Du sie übergehen?
Ich freu mich auf Deine Kommentare, mehr zu diesem Thema findest Du auch in meiner Podcast Folge #8 “Vier Gründe, warum Grenzen setzen so wichtig ist”.

 

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